Erkenntnis Nr. G82/87,G83/87,G84/87,G85/87,G86/87,G87/87,G88/87,G89/87,G235/87 im Verfassungsgerichtshof, 4. März 1988
Angeknüpft als:
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Zusammenfassung
Der Gesetzgeber kann das Inkrafttreten einer (neuen) gesetzlichen Regelung an die Erlassung einer ausreichend determinierten, das Gesetz näher konkretisierenden Verordnung knüpfen - kein Widerspruch zum Prinzip der Gewaltentrennung; eine als Übergangsregelung tolerierbare Rechtslage wird mit dem Verstreichen der höchst zulässigen Übergangsfrist verfassungswidrig
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Auszug
Erkenntnis Nr. G82/87,G83/87,G84/87,G85/87,G86/87,G87/87,G88/87,G89/87,G235/87 im Verfassungsgerichtshof, 4. März 1988
Gericht
VerfassungsgerichtshofEntscheidungsdatum04.03.1988GeschäftszahlG82/87,G83/87,G84/87,G85/87,G86/87,G87/87,G88/87,G89/87,G235/87Sammlungsnummer11632LeitsatzDer Gesetzgeber kann das Inkrafttreten einer (neuen) gesetzlichen Regelung an die Erlassung einer ausreichend determinierten, das Gesetz näher konkretisierenden Verordnung knüpfen - kein Widerspruch zum Prinzip der Gewaltentrennung; eine als Übergangsregelung tolerierbare Rechtslage wird mit dem Verstreichen der höchst zulässigen Übergangsfrist verfassungswidrigLebensmittelG; Nichterlassung der nach §12 Abs1 vorgesehenen Verordnung verhindert Eintritt einer für Dauer geeigneten Rechtslage - Unsachlichkeit des vom Gesetzgeber gewählten Systems der verwaltungsbehördlichen Prüfung der Gefährlichkeit von Süßstoffen als Zusatzstoffe; Verfassungswidrigkeit jener Vorschriften, die das Inkrafttreten der §§11 und 12 Abs2 und 3 für künstliche Süßstoffe hemmenSpruchIm Lebensmittelgesetz 1975, BGBl. Nr. 86, werden als verfassungswidrig aufgehoben:a) in §76 litb Z2 die Wortfolge "§§3 und 6, und bezüglich 'Dulcin' der §5 der";b) in §78 litb die Wortfolge "V über den Verkehr mit Süßstoff vom 27. Februar 1939, DRGBl. I., S. 336, unbeschadet des §76 litb Z. 2 und",c) in §81 Abs3 lita die Worte "künstlicher Süßstoffe,".Die Aufhebung tritt mit Ablauf des 28. Feber 1989 in Kraft.Frühere Bestimmungen treten nicht wieder in Wirksamkeit.Der Bundeskanzler ist zur unverzüglichen Kundmachung dieser Aussprüche im Bundesgesetzblatt verpflichtet.Im übrigen werden die Gesetzesprüfungsverfahren eingestellt.BegründungEntscheidungsgründe:I. Im vorliegenden Verf...Siehe den Gesamtinhalt dieses Dokumentes
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