Entscheidungstext 3Ob2199/96w - Oberster Gerichtshof, 27 Mai 1998

Oberster Gerichtshof

Urteilsspruch-Nr.3Ob2199/96w

Angeknüpft als:



Zusammenfassung


Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsgericht durch den Vizepräsidenten des Obersten Gerichtshofes Dr.Hofmann als Vorsitzenden und durch die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr.Pimmer, Dr.Zechner, Dr.Sailer und Dr.Hopf als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Partei Ingeborg Z*****, Dentistin, ***** vertreten durch Dr.Paul Doralt ua, Rechtsanwälte in Wien, wider die beklagte Partei Dkfm.Dr.Hugo M*****, Wirtschaftstreuhänder, ***** vertreten durch Dr.Johannes Patzak, Rechtsanwalt in Wien, wegen S 5,125.246,81 sA, infolge außerordentlicher Revision der beklagten Partei gegen das Urteil des Oberlandesgerichtes Wien vom 26.März 1996, GZ 12 R 19/96v-39, womit der Berufung der beklagten Partei gegen das Urteil des Landesgerichtes für Zivilrechtssachen Wien vom 28. November 1995, GZ 3 Cg 107/93i-34, nicht Folge gegeben wurde, in nichtöffentlicher Sitzung zu Recht erkannt:

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Auszug


Entscheidungstext 3Ob2199/96w - Oberster Gerichtshof, 27 Mai 1998

Gericht

OGH

Entscheidungsdatum

27.05.1998

Geschäftszahl

3Ob2199/96w

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsgericht durch den Vizepräsidenten des Obersten Gerichtshofes Dr.Hofmann als Vorsitzenden und durch die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr.Pimmer, Dr.Zechner, Dr.Sailer und Dr.Hopf als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Partei Ingeborg Z*****, Dentistin, ***** vertreten durch Dr.Paul Doralt ua, Rechtsanwälte in Wien, wider die beklagte Partei Dkfm.Dr.Hugo M*****, Wirtschaftstreuhänder, ***** vertreten durch Dr.Johannes Patzak, Rechtsanwalt in Wien, wegen S 5,125.246,81 sA, infolge außerordentlicher Revision der beklagten Partei gegen das Urteil des Oberlandesgerichtes Wien vom 26.März 1996, GZ 12 R 19/96v-39, womit der Berufung der beklagten Partei gegen das Urteil des Landesgerichtes für Zivilrechtssachen Wien vom 28. November 1995, GZ 3 Cg 107/93i-34, nicht Folge gegeben wurde, in nichtöffentlicher Sitzung zu Recht erkannt:

Spruch

 

Der außerordentlichen Revision wird Folge gegeben.

 

Die Urteile der Vorinstanzen werden dahin abgeändert, daß sie zu lauten haben:

 

"Das Klagebegehren des Inhalts,

 

1. die zwischen Walter S*****, Dentist, gestorben am 3.9.1986, und der beklagten Partei am 28.1.1982 getroffene Vereinbarung werde aufgehoben, und

 

2. die beklagte Partei sei schuldig, der klagenden Partei den Betrag von S 5,125.246,81 samt 4 % Zinsen seit 15.3.1990 zu bezahlen,

 

wird abgewiesen.

 

Die klagende Partei ist schuldig, der beklagten Partei die mit S 764.640,05 (darin S 87.989,84 USt und S 236.701,-- Barauslagen) bestimmten Kosten der Verfahren erster und zweiter Instanz und des Rekursverfahrens dritter Instanz binnen 14 Tagen zu ersetzen."

 

Die klagende Partei ist schuldig, der beklagten Partei die mit S 33.694,20 (darin S 5.615,70 USt) bestimmten Kosten des Revisionsverfahrens binnen 14 Tagen zu ersetzen.

Text

 

Entscheidungsgründe:

 

Walter S*****, seine Ehefrau Luise S***** und seine Tochter Ingeborg S*****, die nunmehrige Klägerin und Gesamtrechtsnachfolgerin des Walter S*****, veranlagten Anfang der siebziger Jahre das gesamte Familienvermögen, rund S 10 Mio, bei der A***** AG (A*****) auf Sparbüchern. Über das Vermögen dieser Bank wurde am 25.11.1974 das Ausgleichsverfahren und am 21.3.1975 das Anschlußkonkursverfahren eröffnet. Im Konkursverfahren meldeten Walter S*****, Luise S***** und die Klägerin den Betrag von insgesamt S 8,507.856,43 an. Dieser Betrag wurde anerkannt. Die Konkursquote betrug etwa 20 %.

 

Walter S***** beabsichtigte, gegen die Republik Österreich wegen der Verletzung der Bankenaufsicht durch die Bankenaufsichtsorgane einen Amtshaftungsanspruch geltend zu machen, und setzte sich diesbezüglich am 9.12.1977 mit...

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