Zusammenfassung
Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsgericht durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofes Dr. Scheiderbauer als Vorsitzenden und durch die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr. Kralik, Dr. Melber, Dr. Kropfitsch und Dr. Huber als weitere Richter in den verbundenen Rechtssachen I.) der klagenden Partei Ã*** B***, vertreten durch die Finanzprokuratur,
1011 Wien, SingerstraÃe 17-19, wider die beklagten Parteien1.)Fa. K*** OHG, 8740 Schärding, Unterer Stadtplatz 13,2.)Franz F***, Kraftfahrer,  4725 Taufkirchen, Jechtenhorn 21,3.)N*** Allgemeine Versicherungs-AG, 1010 Wien,UraniastraÃe 2, alle vertreten durch Dr. Helmut Wildmoser, Rechtsanwalt in Linz, wegen 3,503.899,19 S sA (6 Cg 260/83), und II.) der klagenden Partei Fa. K*** OHG, 5870 Schärding, Unterer Stadtplatz 13, vertreten durch Dr. Reinhard Wildmoser, Rechtsanwalt in Linz, wider die beklagten Parteien1.) Ã*** B***, vertreten durch die Finanzprokuratur, 1011 Wien, SingerstraÃe 17-19, und 2.) G*** K***, 5431 Kuchl, vertreten durch Dr. Herbert Gollackner, Rechtsanwalt in Salzburg, wegen 636.009 S sA (6 Cg 99/84), infolge Revisionen der klagenden Partei zu II. und der beklagten Parteien zuI. gegen das Urteil des Oberlandesgerichtes Linz als Berufungsgerichtes vom 13. Mai 1986, GZ 4 R 4, 5/86-44, womit infolge Berufungen der klagenden Partei zu II. und der beklagten Parteien zu I. das Urteil des Landesgerichtes Salzburg vom 30. August 1985, GZ 6 Cg 260/83, 6 Cg 99/84-37, teilweise bestätigt und teilweise abgeändert wurde, in nichtöffentlicher Sitzung zu Recht erkannt:Siehe den Gesamtinhalt dieses Dokumentes
Auszug
Entscheidungstext 2Ob49/86 (2Ob50/86) - Oberster Gerichtshof, 28 April 1987
Spruch
Den Revisionen wird nicht Folge gegeben.Die klagende Partei Fa. K*** OHG ist schuldig, derbeklagten Partei Ö*** B*** die mit 16.221,15 S(darin keine Barauslagen und 1.474,65 S Umsatzsteuer) sowie der beklagten Partei G*** K*** die mit 17.421,15 S (darin 1.200 S Barauslagen und 1.474,65 S Umsatzsteuer) bestimmten Kosten des Revisionsverfahrens betreffend das Verfahren 6 Cg 99/84 binnen 14 Tagen bei Exekution zu ersetzen.Die Entscheidung über die Kosten des Revisionsverfahrens betreffend das Verfahren 6 Cg 260/83 wird dem Endurteil vorbehalten.Entscheidungsgründe:Am 17. Juni 1980 gegen 9.30 Uhr ereignete sich auf der zweigeleisigen Westbahnstrecke der Ö*** B*** aufdem schienengleichen Bahnübergang bei Bahnkilometer 22.440 im Bereich von Kuchl-Garnei ein Verkehrsunfall. Der bei der Fa. K*** OHG beschäftigte Kraftfahrer Franz F*** lenkte den dieser gehörigen LKW, polizeiliches Kennzeichen O-190.003, samt Tiefladeanhänger, polizeiliches Kennzeichen O-30.840, dessen Haftpflichtversicherer die Drittbeklagte war, auf der zunächst parallel zur Bahnstrecke führenden Bundesstraße 159 von Hallein kommend Richtung Kuchl. In Kuchl-Garnei bog er mit dem LKW samt Tiefladeanhänger nach rechts ab, um die mit Halbschranken gesicherte Eisenbahnkreuzung über die Westbahnstrecke zu passieren. Dabei kam der Tiefladeanhänger, auf dem ein Löffelbagger geladen war, im Bereich der Eisenbahngeleise zum Aufsitzen. Der aus Salzburg kommende Personenzug 5002 der Ö*** B*** fuhr mitetwa 102 km/h auf die Eisenbahnkreuzung zu; er wurde vom Triebfahrzeugführer angesichts des die Bahnstrecke blockierenden Tiefladeanhängers und LKW auf etwa 73 km/h abgebremst und prallte mit dieser Geschwindigkeit gegen das Hindernis. Anschließend fuhr aus der Gegenrichtung der Eilzug E 695 der Ö***B*** mit etwa 92 km/h; dessen Triebfahrzeugführer konnte die Geschwindigkeit noch auf etwa 30 km/h reduzieren und prallte mi...Siehe den Gesamtinhalt dieses Dokumentes
