Entscheidungs 14Os145/18g (14Os146/18d). OGH, 29-01-2019

Datum der Entscheidung:29. Januar 2019
 
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Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat am 29. Jänner 2019 durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofs Prof. Dr. Danek als Vorsitzenden, die Hofrätin des Obersten Gerichtshofs Mag. Hetlinger, die Hofräte des Obersten Gerichtshofs Dr. Nordmeyer und Dr. Oshidari sowie die Hofrätin des Obersten Gerichtshofs Dr. Mann in Gegenwart der Schriftführerin Pelikan im Verfahren zur Übergabe des Alexandr B***** zur Strafverfolgung an die Bundesrepublik Deutschland, AZ 314 HR 33/18k des Landesgerichts für Strafsachen Wien, über den Antrag der betroffenen Person auf Erneuerung des Strafverfahrens nach § 363a StPO betreffend die Beschlüsse des Oberlandesgerichts Wien vom 25. September 2018, AZ 22 Bs 247/18m, und vom 13. Dezember 2018, AZ 22 Bs 321/18v, nach Anhörung der Generalprokuratur in nichtöffentlicher Sitzung den

Beschluss

gefasst:

Spruch

Der Antrag wird zurückgewiesen.

Text

Gründe:

Mit Beschluss vom 25. September 2018, GZ 314 HR 33/18k-18, erklärte die Einzelrichterin des Landesgerichts für Strafsachen Wien nach öffentlicher Übergabeverhandlung (ON 17) die Übergabe des Alexandr B***** an die Bundesrepublik Deutschland zur Strafverfolgung wegen der im Europäischen Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth vom 27. Juni 2014, AZ 415 Js 40476/12, beschriebenen strafbaren Handlungen der gewerbsmäßigen Hehlerei und des gewerbsmäßigen Betrugs nach §§ 259 Abs 1, 260 Abs 1 Nr 1, 263 Abs 1 und Abs 3 Nr 1, 53 deutsches Strafgesetzbuch (Höchststrafdrohung bis zu zehn Jahren Freiheitsstrafe) für zulässig. Dieser Beschluss erwuchs mit
– eine dagegen erhobene Beschwerde des Genannten abweisender – Entscheidung des Oberlandesgerichts Wien vom 20. November 2018, AZ 22 Bs 275/18d (ON 32), in Rechtskraft.

Die Übergabe an die deutschen Behörden erfolgte am 28. November 2018 (vgl die Vollzugsinformation vom selben Tag).

Zuvor war in diesem Verfahren mit Beschluss des Landesgerichts für Strafsachen Wien vom 29. August 2018 (ON 10) über den Betroffenen die Übergabehaft aus den Haftgründen der Flucht- und der Tatbegehungsgefahr nach § 173 Abs 2 Z 1 und Z 3 lit b StPO iVm §§ 17, 18 EU-JZG (iVm § 29 ARHG) verhängt und mit Entscheidung dieses Gerichts vom 26. November 2018 aus den selben Haftgründen fortgesetzt worden (ON 31).

Dagegen erhobenen Beschwerden des Alexandr B***** gab das Oberlandesgericht Wien mit den nunmehr...

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