Entscheidungstexte nº G236/2020. VfGH. 26-11-2020

Datum der Entscheidung:2020/11/26
ZUSAMMENFASSUNG

Zeuge, Gerichts- und Justizverwaltungsgebühren, Prozesskosten, Rechtspolitik, Kostenersatz, VfGH ... (siehe vollständigen Auszug)

 
KOSTENLOSER AUSZUG
VERFASSUNGSGERICHTSHOF
Verfassungsgerichtshof
Freyung 8, A-1010 Wien
www.verfassungsgerichtshof.at
G 236/2020-10
26. November 2020
IM NAMEN DER REPUBLIK!
Der Verfassungsgerichtshof hat unter dem Vorsitz des Präsidenten
DDr. Christoph GRABENWARTER,
in Anwesenheit der Vizepräsidentin
Dr. Verena MADNER
und der Mitglieder
Dr. Markus ACHATZ,
Dr. Wolfgang BRANDSTETTER,
Dr. Sieglinde GAHLEITNER,
Dr. Andreas HAUER,
Dr. Christoph HERBST,
Dr. Michael HOLOUBEK,
Dr. Helmut HÖRTENHUBER,
Dr. Claudia KAHR,
Dr. Georg LIENBACHER,
Dr. Michael RAMI und
Dr. Johannes SCHNIZER
als Stimmführer, im Beisein der verfassungsrechtlichen Mitarbeiterin
Mag. Nina Sophie BIER
als Schriftführerin,
G 236/2020-10
26.11.2020
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über den Antrag des BUNDESVERWALTUNGSGERICHTES, das Wort "notwendi-
gerweise" in § 18 Abs. 1 Z 2 lit. c GebAG, in eventu das Wort "tatsächlich" in § 18
Abs. 1 Z 2 lit. b GebAG, in eventu die Worte "tatsächlich" in § 18 Abs. 1 Z 2 lit. b
GebAG und "notwendigerweise" in § 18 Abs. 1 Z 2 lit. c GebAG als verfassungs-
widrig aufzuheben, in seiner heutigen nichtöffentlichen Sitzung gemäß Art. 140
B-VG zu Recht erkannt:
I. Soweit sich der Antrag gegen die Worte "tatsächlich" in § 18 Abs. 1 Z 2 lit. b
und "notwendigerweise" in § 18 Abs. 1 Z 2 lit. c des Bundesgesetzes vom
19.2.1975 über die Gebühren der Zeugen und Zeuginnen, Sachverständigen,
Dolmetscher und Dolmetscherinnen, Geschworenen, Schöffen und
Schöffinnen (Gebührenanspruchsgesetz GebAG), BGBl. Nr. 136/1975, idF
BGBl. Nr. 343/1989 richtet, wird er abgewiesen.
II. Im Übrigen wird der Antrag zurückgewiesen.
Entscheidungsgründe
I. Antrag
Mit dem vorliegenden, auf A rt. 140 Abs. 1 Z 1 lit. a B-VG gestützten Antrag
begehrt das Bundesverwaltungsgericht, das Wort "notwendigerweise" in § 18
Abs. 1 Z 2 lit. c des Gebührenanspruchsgesetzes (GebAG), in eventu das Wort
"tatsächlich" in § 18 Abs. 1 Z 2 lit. b des GebAG, in eventu das Wort "tatsächlich"
in § 18 Abs. 1 Z 2 lit. b des GebAG und das Wort "notwendigerweise" in § 18
Abs. 1 Z 2 lit. c des GebAG als verfassungswidrig aufzuheben.
II. Rechtslage
Die maßgeblichen Bestimmungen, § 3 GebAG, BGBl. 136/1975, idF
BGBl. I 111/2007, § 18 GebAG, BGBl. 136/1975, idF BGBl. II 134/2007 und § 19
GebAG, BGBl. 136/1975, idF BGBl. 343/1989 lauten wie folgt (die im zweiten
Eventualantrag angefochtenen Worte in § 18 Abs. 1 Z 2 GebAG wurden seit der
Novelle BGBl. 343/1989 nicht geändert und sind unterstrichen):
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