Entscheidungstexte nº A15/2015. VfGH. 15-10-2016

ECLIECLI:AT:VFGH:2016:A15.2015
Date15 n 2016
VERFASSUNGSGERICHTSHOF
Verfassungsgerichtshof
Freyung 8, A-1010 Wien
www.verfassungsgerichtshof.at
A 15/2015-21
15. Oktober 2016
BESCHLUSS
Der Verfassungsgerichtshof hat unter dem Vorsitz der
Vizepräsidentin
Dr. Brigitte BIERLEIN,
in Anwesenheit der Mitglieder
Dr. Markus ACHATZ,
Mag. Dr. Eleonore BERCHTOLD-OSTERMANN,
Dr. Sieglinde GAHLEITNER,
DDr. Christoph GRABENWARTER,
Dr. Christoph HERBST,
Dr. Michael HOLOUBEK,
Dr. Helmut HÖRTENHUBER,
Dr. Claudia KAHR,
Dr. Georg LIENBACHER,
Dr. Rudolf MÜLLER,
Dr. Johannes SCHNIZER und
Dr. Ingrid SIESS-SCHERZ
als Stimmführer, im Beisein der verfassungsrechtlichen Mitarbeiterin
Dr. Veronika KRYSL
als Schriftführerin,
A 15/2015-21
15.10.2016
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über die Klage der ***** **** ******, ********************, **** ********,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Franz Kampenhuber, Rainerstraße 15/4,
4020 Linz, gegen das Land Oberösterreich, vertreten durch Rechtsanwalt
Dr. Thomas Langer, Landstraße 84, 4020 Linz, wegen € 541,92 s. A. in seiner
heutigen nichtöffentlichen Sitzung gemäß Art. 137 B-VG beschlossen:
I. Die Klage wird zurückgewiesen.
II. Kosten werden nicht zugesprochen.
Begründung
I. Klage, Sachverhalt und Vorverfahren
1. Gestützt auf Art. 137 B-VG begehrt die Klägerin, das Land Oberösterreich
schuldig zu erkennen, den Betrag von € 541,92 samt 4 % Zinsen seit 6. November
2015 sowie den Ersatz der Prozesskosten zuhanden ihres Rechtsvertreters
binnen 14 Tagen bei sonstiger Exekution zu bezahlen.
1.1. Aus dem Titel des "ex lege bestehenden, öffentlich-rechtlichen Anspruchs
auf Grundversorgung" nach dem Oberösterreichischen Grundversorgungsgesetz,
LGBl. 12/2007 idF LGBl. 90/2013 (im Folgenden: Oö. GVG), begehrt die Klägerin
"fällige, bislang von der beklagten Partei nicht geleistete Grundversorgungsleis-
tungen in Form von Geldleistungen" für den Zeitraum vom 6. November 2015 bis
zum 23. November 2015.
1.2. Die beklagte Partei bestreitet das Klagebegehren dem Grunde und der Höhe
nach und beantragt die kostenpflichtige Abweisung der Klage.
2. Auf Grund des insoweit übereinstimmenden Vorbringens der Parteien und
dem von der Beklagten vorgelegten Verwaltungsakt geht der Verfassungsge-
richtshof von folgendem, insoweit unstrittigen Sachverhalt aus:
Bei der Klägerin handelt es sich um eine syrische Staatsangehörige, die am
26. Oktober 2015 in das Bundesgebiet einreiste. Am 29. Oktober 2015 stellte sie
in Linz einen Antrag auf internationalen Schutz und wurde im Polizeianhaltezent-
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